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Multiple Post-Demokratie - oder was?
Der Ort des
Politischen in der digitalen Medienwelt
Christa
Tamara
Kaul
- 19.01.2012
2004 kam das Wort "Postdemokratie"
unwiderruflich in die Welt - mit dem gleichnamigen Buch des britischen
Soziologen
Colin Crouch.
Spätestens seitdem scheiden sich an ihm die
Geister hinsichtlich der Zukunftsaussichten der westlichen Demokratien.
Welches Zersetzungspotenzial liefern die digitalen Medien? Kommt der Demokratie mittels Facebook, Twitter und Co. der Demos abhanden?
Darüber diskutierten Colin Crouch, Universität Warwick, und
Paul Nolte, FU Berlin, vor
kurzem erneut.
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Medienforum.NRW 2011
Im Blickpunkt: Starke Frauen
Christa Tamara Kaul | 23.06.2011
Es war auffallend: Noch deutlicher als in den vergangenen Jahren traten
beim diesjährigen Medienforum.NRW starke Frauen in den
Blickpunkt. Frauen, die Rundfunkanstalten und große Unternehmen
leiten, Frauen, die für Pressefreiheit und Bürgerrechte kämpfen oder die anderweitig Einfluss auf die Entwicklung von
und durch Medien nehmen.
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Gutjahr
und die Paläste Nordafrikas
Vom Rebellenschwatz
zum Kotau
Christa Tamara Kaul | 22.06.2011
"Die Mächtigen in den
Sendern kommen mir so vor wie die Machthaber in nordafrikanischen
Ländern." Mit diesem Satz hoffte wohl der freie Journalist und
Blogger Richard Gutjahr gleich zu Beginn des Medienforum.NRW beim
Auditorium Eindruck zu schinden. Was aber gründlich daneben ging.
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Apple, Facebook, Google und Co.
Wie Netzgiganten Verlagen das Werbewasser abgraben
Christa Tamara Kaul | 06.07.2010
Die Relation von Qualität
und Quote zählt zu den thematischen Dauerbrennern nahezu aller
Mediendiskurse – auch die Regulierung im Netz, der Datenschutz und
der Wettstreit um die Endgeräte. Ebenso virulent – aber von der
breiten Öffentlichkeit bestenfalls randständig wahrgenommen – ist
der Kampf von Verlagen und anderen Inhaltsanbietern um die Hoheit
über ihre Inhalte und das heißt ums Überleben.
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Ein
Planet der Männer? Seit wann?
UN-Männerklub zur Finanzierung von Klimaschutz und Klimawandel
Zwei Monate nach dem Versagen der UN-Klimakonferenz in
Kopenhagen hat UN
Generalsekretär Ban Ki Moon ein Beratungsgremium zur Finanzierung
von
Klimaschutz und Klimawandel eingesetzt - bestehend aus 19 Männern.
Auch wenn wir uns bewusst sind, dass die Nominierung von Frauen
nicht notwendigerweise zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führt,
müssen wir doch fragen: Gibt es keine weiblichen Experten
mehr? Besteht der Planet nur aus Männern?
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Sexueller "Missbrauch" von Kindern
Gibt es etwa einen "rechtmäßigen Gebrauch"?
Christa Tamara Kaul | 26.02.2010
Zwar wird die Formulierung "Missbrauch"
im Strafgesetzbuch (STGB) offiziell verwendet und damit juristisch
abgesegnet, dennoch ist sie mehr als fatal. Denn das Wort Missbrauch impliziert logischerweise immer,
dass es auch
einen rechtmäßigen Gebrauch gebe, in diesem Fall eben einen
rechtmäßigen Gebrauch von Kindern durch Erwachsene.
Tatsächlich sahen das bis
vor ein paar Jahren auch einige noch so. So beantragte die
Bundestagsfraktion der Grünen im Februar 1985, die
Strafrechtsparagrafen 175 und 182 ersatzlos zu streichen
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Der Stoff, aus dem Konflikte sind
Wie und warum das muslimische Kopftuch polarisiert
Christa Tamara Kaul | 20.09.2009
Es sind nur drei Verse, die sich im Koran zur Bekleidung der
muslimischen Frau äußern, und die sind vage formuliert. Doch
streiten konservative und erst recht fundamentalistische
Islamströmungen für den Hidschab, also das Kopftuch oder den
Schleier, als sei das angeblich gottgebene Schleiergebot die sechste
Säule des Islams. Was es mit dem „Kopftuchstreit“ in seinen
unterschiedlichen Varianten auf sich hat, wie sich der islamische
Feminismus vom westlichen unterscheidet und warum das alles eine
gesamtgesellschaftliche Themensetzung ist, das zeigt mit
wissenschaftlicher Präzision und vielfachen Aha-Effekten ein Buch
von
Sabine Berghahn und Petra Rostock....weiter
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Alles.
Immer. Überall.
Wunsch und Wille auf dem Medienforum NRW
Christa Tamara Kaul | 26.06.2009
Das Motto des Medienforums NRW 2009 – Alles. Immer. Überall. – sollte den
Anspruch der Branche leicht ironisieren und zur Positionsbestimmung
antreiben. Doch bei einigen weckte es gar religiöse Assoziationen. Ein
Kirchentag wurde der Kölner Medientreff (22.-24.06.2009) dann aber doch
nicht - allein schon deshalb nicht, weil eine es keine wirklich frohe
Botschaft gab. Der rechte Glaube allerdings ist gefragter denn je – allem
voran im Printbereich. ...
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Die
Arminiusschlacht
Gründungsmythos und Urknall deutscher Geschichte
Christa Tamara Kaul | 08.05.2009
Gleich drei geschichtsträchtige Jubiläen stehen 2009
in Deutschland an – der Fall der Berliner Mauer, die
Gründung der Bundesrepublik Deutschland und die
Arminiusschlacht vor 2.000 Jahren - der Urknall
deutscher Geschichte. Eigenartigerweise taucht immer
wieder die Neun im Datum von Deutschlands geschichtsprägenden
Ereignissen auf. Wobei die Neun ihren fulminanten
Einstand eben vor 2.000
Jahren gab, und zwar an einem Ort, den Tacitus den „Wald
bei der Teutoburg“ nannte. Es war so etwas wie der
Zeugungsakt deutscher „Volkswerdung“, fachlich Ethnogenese.
Was es mit diesem Gründungsmythos auf sich hat und
wie es Arminius überhaupt geschafft hat, mit seinen
losen Verbänden von Stammeskriegern der damals
stärksten Armee der Welt eine solche Niederlage zu
verpassen, das untersucht der Althistoriker Michael
Sommer....weiter
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Der
Mond - vom Sehnsuchtssymbol zum Forschungsobjekt
Eine Kölner Ausstellung beleuchtet das mythenumwobene
Nachtgestirn
Christa Tamara Kaul |
26.03.2009
Was wären die Mythen und Märchen, die Literatur, die
Lyrik, was wäre die Malerei - vor allem in der
Romantik - ohne den Mond. Über Jahrtausende diente
er als Symbol des Weiblichen, des Fließenden, des
Geheimnisvollen, als Zugang zu den Nachtseiten des
Seins. Bis
Galileo Galilei (1564 - 1642) sein Teleskop
auf den Erdtrabanten richtete und die
heraufziehende Aufklärung eine Entzauberung
einleitete. "Es war eine Zeit, wo man den Mond nur
empfinden wollte, jetzt will man ihn sehen",
sinnierte einst Johann Wolfgang von Goethe. Und
umriss mit dieser
Feststellung genau das, was die Kölner Ausstellung
zeigen will: Der Mond ist stets der Gleiche, doch die
Menschen sehen ihn immer wieder neu. ...
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Wir sind das Dschungelcamp!
Frau Riekel und das wohlige Gefühl, selbst verschont zu bleiben
Christa Tamara Kaul | 28.01.2009
Kaum eine andere Sendung im deutschen Privatfernsehen lege so viel Wert
auf Humor und Selbstironie wie das neue RTL-Dschungelcamp, verkündete
Peer Schader bei Spiegel-Online. Von wegen Ironie, verlachte Kreimeier
die journalistische Konkurrenz. Und mutmaßte, dass das
Privatfernsehen ironiefrei sei und jeder Ironiker daher dort bald
verhungern müsse. Doch in Wirklichkeit, so Bunte-Chefin Patricia Riekel,
wohnt tief in uns etwas Archaisches, was sich immer dann am wohlsten
fühlt, wenn es anderen schlecht geht.....
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Wohnen mit Klischee
Das Reihenhaus – Herzenswunsch und Spottobjekt
Christa Tamara Kaul | 09.01.2009
Es geht nicht zuletzt um den Ruf. „In deutschen Reihenhäusern“ heißt
eine Ausstellung in Köln, die vor allem eines will: zeigen, welche
Vielfalt hinter den vier Wänden dieser Bauten wohnt – allen
Klischees zum Trotz. Denn Reihenhäuser stehen auf den Skalen der
Statussymbole sowohl ganz oben als auch ziemlich weit unten. Je nach
Ausgangslage. Ihre Bewohner sind einerseits Leute, die „es geschafft
haben“. Geschafft „etwas Eigenes“ zu erwerben, weitgehend
unabhängig und - meist stadtnah - im Grünen zu wohnen. Andererseits sind es aber auch die, bei
denen es zur pompösen Villa oder dem kleinen Schlösschen nicht
gereicht hat. Und sonst? Da lässt sich Überraschendes finden,...
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Wenn aus Liebe Kunst wird –
oder
eine persönliche Katastrophe
Christa Tamara Kaul | 31.10.2008
Unter dem Titel „Künstlerpaare - Liebe,
Kunst und Leidenschaft“ zeigt das Kölner Wallraf-Richartz-Museum vom 31. Oktober 2008
bis zum 8. Februar 2009 eine „liebevoll“
zusammengestellte Auswahl von Gemälden und
Plastiken, die im schöpferischen Dialog von
13 Künstlerpaaren entstanden sind.... weiter
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Posse oder Katharsis?
Vom lustigen Versuch, die Qualität des deutschen Fernsehens zu heben
Christa Tamara Kaul | 17.10.2008
Ach, was muss man doch von bösen – Buben hören oder lesen! Wie etwa hier
von diesen beiden, von denen einer das Fernsehen kann nicht leiden. Und
deshalb weigerte der sich, der Gottvater der deutschen Literaturkritik
Marcel Reich-Ranicki, glatt, den Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises
für sein Lebenswerk anzunehmen. Was wiederum Unterhaltungszampano und
Quotenbringer Thomas Gottschalk, der die dem Anlass entsprechende, aber
keineswegs völlig geistfreie Laudatio gehalten hatte, zu der nahezu
genialen Idee inspirierte, Reich-Ranicki mittels einer spontan
angesetzten Sondersendung als TV-Kritiker zu installieren. Schon ein
paar Tage später kreißten die beiden Fernsehgiganten in einem
medienphilosophischen Disput und gebaren eine – na, was wohl? Ja, genau.
Doch der Reihe nach.
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Sieben
Tage
Der
Rundfunkstaatsvertrag, die EU und der Wert der Medien
Christa Tamara Kaul | 12.06.2008
Die Neuregulierung der Medien in Deutschland, konkret die 12.
Änderung des Rundfunkstaatsvertrages, steht seit längerem an –
begleitet von kontroversen Vorstellungen. Am 12. Jun. 2008 nun
legten die Ministerpräsidenten der Bundesländer einen Entwurf vor,
der den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern – vor allem bei ihren
Online-Aktivitäten – engere Grenzen zuweist, als von diesen
gewünscht.
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Radikal anders
Zukunftspläne der privaten Krankenversicherung (PKV)
Christa Tamara Kaul | 11.06.2008
Die großen Versicherungen, etwa Allianz, Axa und Ergo, denken
derzeit über fundamentale Änderungen des deutschen
Gesundheitssystems nach. Gemäß diesen Überlegungen sollen die
privaten Krankenversicherungen in ihrer gegenwärtigen Form
abgeschafft und die gesetzlichen reduziert werden. Allerdings
herrschen innerhalb der Versicherungsbranche offenbar noch massive
Meinungsverschiedenheiten. Das berichtete die
Financial Times Deutschland, der nach eigenen Angaben ein im
Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft
(GDV) erstelltes Arbeitspapier vorliegt.
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Abzocke am Telefon und im Internet - Die Masche einiger
Anwälte und Inkassobüros
Christa Tamara Kaul | 06.04.2008
Wer hat es nicht
schon gehört oder war womöglich selbst davon betroffen? Trotz aller
Warnungen übersehen viele immer wieder kommerzielle Vertragsfallen
bei scheinbar günstigen Angeboten, am Telefon oder bei
Postwurfsendungen, vor allem aber im Internet. Ruckzuck kann da etwas
unterschrieben sein, was eine unerwartete Rechnung nach sich zieht.
Die Sache ist so lukrativ, dass sich etliche Anwälte und Inkassobüros
mittlerweile darauf spezialisiert haben, neben tatsächlich fälligen
Gebühren auch keineswegs berechtigte Zahlungen einzutreiben - und
mit einer ausgeklügelten Zermürbungstaktik dabei oft erfolgreich
sind.
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Blogger,
Journalisten und das Anzeigengeschäft
Auch eine Art der Konvergenz - Christa Tamara Kaul | 26.03.2008
Es gab eine
Zeit, da galt die hehre
Maxime, dass redaktionelle Arbeit und Anzeigengeschäft haarscharf zu
trennen seien. Doch irgendwann erschallte der Ruf nach Konvergenz, soll
heißen nach dem Zusammenwachsen verschiedener Technologien, um ganz
neue Anwendungen zu schaffen. Offenbar trug die herbeizitierte
technologische Konvergenz so viel Dynamik in sich, dass sie nach
weiteren Kreativmöglichkeiten Ausschau hielt und tatsächlich fündig
wurde. Und nun wächst immer öfter zusammen, was nicht zusammen gehört: Redaktion und Anzeigenabteilung.
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Profilphishing und
Identitätsmanagement
Christa Tamara Kaul | 19.03.2008
Wissen Sie eigentlich, was das Internet alles über Sie weiß? Und das
heißt, was alle, die es möchten, auch wissen können. Die informationelle
Selbstbestimmung ist ein wichtiges Gut, ein Grundrecht, das zu Recht vom Bundesverfassungsgericht
immer wieder verteidigt wird, etwa hinsichtlich der Vorratsdatenspeicherung.
Doch was nützt das, wenn viele Leute, sehr viele sogar, jede Menge an
Informationen zu ihrer Person freiwillig und massenfaft umher streuen?
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Islamkonferenz - Was denn sonst?
Christa
Tamara
Kaul
| 13.03.2008
Bereits im Vorfeld der dritten
Islamkonferenz tauchte sie wieder auf
- die Frage, was das alles denn
eigentlich bringe. Und: Wo sind die
Ergebnisse? So, wie jedes Mal, wenn
deutsche Staatsvertreter und Muslime
sich zusammensetzen, um miteinander nach
Möglichkeiten einer besseren Integration
zu suchen.
Es gibt kaum eine überflüssigere, um
nicht zu sagen: blödere Frage. Ja - es
stimmt, sie reden bislang "nur"
miteinander, streiten vielfach und
grundsätzlich und bislang offenbar auch
offen und furchtlos. Aber das allein ist
schon des Dankes wert, nachdem Jahre
lang eben kein Austausch darüber
stattfand, ob Integration gewollt ist
und wie sie gelingen könnte.
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